Mitsubishi Motors folgen

Mitsubishi ab sofort offizielles Mitglied der Renault-Nissan-Allianz

Pressemitteilung   •   Okt 20, 2016 12:00 CEST

  • Strategisch, operative und administrative Unterstützung durch Nissan
  • Erhöhte Gewinnmargen und Aktienrenditen durch Synergieeffekte
  • Nissan-Präsident und CEO Carlos Ghosn für den Aufsichtsratsvorsitz nominiert
  • Neue Direktorenposition für globales Risikomanagement eingerichtet

Rüsselsheim/Tokio, 20. Oktober 2016. - Die Mitsubishi Motors Corporation (MMC) hat heute Nissan Motor Co., Ltd. als neuen Hauptaktionär des Unternehmens bekannt gegeben*. Nach dem Verkauf eines 34-Prozent-Aktienpakets im Wert von 237 Milliarden Yen ist Mitsubishi damit ein vollwertiges Mitglied der seit 17 Jahren bestehenden, globalen Allianz zwischen Nissan und Renault. Das strategische Investment des japanischen Kooperationspartners versetzt Mitsubishi in die Lage, zahlreiche Synergieeffekte zur Erhöhung von Gewinnmargen und Aktienrendite zu nutzen.

* Pressekonferenzen von MMC/Nissan und Nissan als Videoaufzeichnungen unter https://www.youtube.com/watch?v=Cjqe5suI_Qc&feature=youtu.be

Carlos Ghosn, Präsident und CEO von Nissan, wurde für den Vorsitz des Aufsichtsrats nominiert. Zu seinem Stab gehören drei weitere, von Nissan nominierten Direktoren – darunter Mitsuhiko Yamashita, ehemaliger Executive Vice President für Forschung und Entwicklung bei Nissan und seit dem Frühjahr 2016 Entwicklungschef der Mitsubishi Motors Corporation. Die weiteren Kandidaten sind Hitoshi Kawaguchi, Nachhaltigkeitsbeauftragter und Leiter Außenbeziehungen sowie Hiroshi Karube, zuständig für globales Controlling und Vermögensverwaltung. Auf Wunsch von Osamu Masuko, Präsidenten und CEO von MMC, besetzt Nissan zusätzlich das MMC-Management mit einem Chief Operating Officer aus eigenen Reihen. Diese Funktion wird Trevor Mann übernehmen, derzeitig Chief Performance Officer bei Nissan.

„Ich freue mich über den Willen unseres neuen Hauptaktionärs, Mitsubishi strategisch, operativ und auf dem Managementsektor zu unterstützen“, sagte Masuko. „Als Teil unseres Vorstands und unseres Managements wird Nissan uns dabei helfen, verloren gegangenes Kundenvertrauen zurückzugewinnen und durch eine tief greifende Allianz Potenziale und Synergien für die Zukunft zu gewinnen.“

Im Zuge dieser unternehmerischen Neuorientierung hat MMC auch eine zusätzliche Direktorenposition für globale Risikokontrolle geschaffen. Sie beinhaltet eine direkte Berichtslinie an den CEO sowie regelmäßige Reportings an den Vorstand zwecks Optimierung der Unternehmensführung.

Die drei größten institutionellen Aktionäre von MMC – Mitsubishi Heavy Industries, die Mitsubishi Corporation und die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ –, die gemeinsam mit Nissan über 51 Prozent des Stammkapitals halten, begrüßten das Investment und sicherten den nominierten Vorstandskandidaten ihre Unterstützung zu.

Nissan und MMC starten ihre Kooperation mit einem umfassenden Synergieprogramm, basierend auf einer Fünfjahres-Allianz im Bereich Minicars.

Dabei haben die beiden Unternehmen verschiedene Synergieeffekte identifiziert. Dazu gehören:

  • Kostensenkungen im Einkauf,
  • eine klare Lokalisierung operativer Geschäftstätigkeiten weltweit,
  • die gemeinsame Nutzung von Fertigungskapazitäten,
  • gemeinsame Fahrzeugplattformen,
  • gemeinsame Nutzung von Technologien
  • sowie Kooperationen in entwickelten und Wachstumsmärkten – einschließlich des Einsatzes der Nissan Sales Finance Company in Märkten, wo sich dies zum Nutzen der Kunden empfiehlt.

Von den Synergieeffekten erwartet Mitsubishi ein Wachstumsäquivalent im operativen Gewinn von einem Prozent im Fiskaljahr 2017, zwei Prozent im Fiskaljahr 2018 und über zwei Prozent im Fiskaljahr 2019. Darüber hinaus werden die projektierten Synergien die Aktienrendite im Fiskaljahr 2017 um voraussichtlich 12 Yen pro Aktie und im Fiskaljahr 2018 um 20 Yen pro Aktie erhöhen.

„Mit der erweiterten Allianz entsteht eine der weltweit größten Automotive-Gruppen mit einem Absatzvolumen von 10 Millionen Fahrzeugen im Fiskaljahr 2016“, sagte Carlos Ghosn. „Die Management-Kooperation mit Renault charakterisiert unsere Allianz seit 17 Jahren, der Eintritt von Mitsubishi in diese Verbindung beflügelt den Unternehmergeist zusätzlich. Ich bin sicher, von dieser Konstellation werden alle Aktionäre profitieren.“

Die Mitsubishi Motors Corporation ist der älteste Automobil-Serienhersteller Japans. Bereits 1917 fertigte das Unternehmen das serienfähige Modell A in Kobe, es wurde von einem 2,8-Liter-Vierzylinder mit 35 PS angetrieben. 1921 begann die Produktion von Leichtlastwagen, 1934 entstand der erste Personenwagen mit Allradantrieb und Dieselmotor, der PX 33. Mit dem Geländewagen Pajero, dessen Wettbewerbsversion zwölf Mal die Rallye Paris Dakar gewann, hat Mitsubishi Geschichte geschrieben. Auch im On-Road-Rallyesport konnte die Marke punkten und gehört mit fünf Titeln als Rallye-Weltmeister zu den erfolgreichsten Autoherstellern dieses Wettbewerbs. Heute ist das Ziel nachhaltiger Mobilität in die Unternehmensstatuten eingebettet. Mit dem Elektrofahrzeug Mitsubishi Electric Vehicle gelang der Schritt in die E-Mobility, der Plug-in Hybrid Outlander ist das erste SUV Plug-in Hybrid mit Allradantrieb.

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